Ehrlich und Achtsam

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Wie geht es dir eigentlich mit deinem Leben? Mal ganz ehrlich…

Wenn wir gerade in einer melancholischen Phase verharren, kuscheln wir uns doch mal ganz tief in die Decke und nehmen uns so an, wie wir sind. Traurig? Vielleicht ein bisschen ängstlich? Oder sogar verzweifelt hilflos? Ja, das Leben ist manchmal hart. Aber wir sind auch manchmal sehr hart zu uns. Weil wir es so gelernt haben – immer gut drauf zu sein, immer stark, immer für alle da.

Der Schmerz wird erst besser, wenn du nach innen schaust. Auf deine Gedanken, Gefühle, deine Vergangenheit, deine Wurzeln. Alles andere ist nur Ablenkung.

Uns fehlt manchmal die Achtsamkeit für uns selbst. Mal ohne die rosarote Brille gesehen: Es ist ja schon viel passiert in unserem Leben. Und das war nicht immer schön. Es ist manchmal echt hart. Es hat uns vielleicht völlig überfordert. Gestresst. Gezwungen zu funktionieren. Dieser Druck kann einen Menschen auf lange Sicht zerstören. Vor allem wenn du dann auch noch selbst streng zu dir bist, hohe Erwartungen an dich selbst hast – wie du es eben gelernt hast im Leben.

Unterbrechen kann man diesen Druck aus meiner Sicht nicht durch die rosarote Brille. „Es geht mir super, ich muss es schon irgendwie schaffen?!“ Nicht durch positive Schwindelgedanken, die die Realität beschönigen. „Mein Leben ist ja toll. Ich hab ein Haus, ein Auto, ein Pferd – was will ich mehr?“ Nicht dadurch, uns etwas einzureden, was nicht ist und vielleicht auch nie sein wird.

Durchbrechen kann man diesen Druck durch Achtsamkeit und Liebe für sich selbst. Durch Annahme und Akzeptanz der eigenen Gefühle. Der Vergangenheit. Sich eingestehen, dass es manchmal anstrengend ist und war. Ja, es war scheiße! Ja, ich fühle mich schwach! Überfordert. Ich darf auch mal schwach sein. Ich habe es doch gut gemacht, so gut, wie ich zu diesem Zeitpunkt konnte. Und ich gebe mir selbst die Zeit, diese alten Wunden heilen zu lassen. Ich gebe mir Zeit, ich selbst zu werden, ich selbst zu sein. Ohne Drumherum.

Wie würde ich denn dann leben? Was wäre denn alles möglich, wenn es diese ganzen Begrenzungen, meine eigene Leidensgeschichte nicht gäbe? Wenn ich ganz frei entscheiden könnte? Wenn ich wieder stark wäre? Wenn es „die Leute“ nicht gäbe, die ja schon reden? Wenn ich frei entscheiden könnte, wie ich leben möchte, wie ich meine Lebenszeit verbringen möchte? Ein spannender Gedanke, den du vielleicht noch nicht zulassen kannst. Weil es ist ja so viel passiert. Das kann ja gar nicht mehr gut werden, oder?

Doch! Ich denke es kann. Wenn du Mut hast, mit dir selbst ins Reine zu kommen, wenn du lernst, so manche alten Gefühle zu akzeptieren, wenn du irgendwo in dir den Willen findest, dein Leben neu auszurichten, Muster zu erkennen und zu verändern und auch wenn du Geduld mitbringst. Alte Wunden kamen nicht über Nacht und werden deshalb auch erst nach und nach heilen. Schritt für Schritt kommen positive Gedanken. Vielleicht sogar neue Pläne für dein Leben? Aus dir heraus – sie waren schon immer vorhanden, doch waren sie überdeckt durch die vielen Zwänge, den Druck, die wir uns selbst auferlegen, unsere Sorgen und Ängste und vergangene schwierige Zeiten. Es ist ein toller Prozess, das wahre Selbst zu entdecken. Mit sich ins Reine zu kommen. Manchmal sehr anstrengend. Aber mit einem befreiten, authentischen Happy End.

 

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