Durchatmen…

Manchmal ist das Leben ganz schön anstrengend. Viele Anforderungen. Schnelllebigkeit. Leistungsdruck. Fehlerfreiheit. Termindruck. Zu jeder Zeit überall verfügbar sein. Wirrwarr aus E-Mails, Telefonaten, Anforderungen, Problemen, Informationen, Treffen, Besuchen und Erwartungen. Informiert sein müssen. Perfekt sein müssen. Den Erwartungen entsprechen. Zeitdruck. Gelddruck. Dann kommen Zweifel. Gedankenkarusell – kennst du das nicht auch?

Eingepresst in ein Korsett aus Pflichten.
M
üssen, sollen, verfügbar sein. Funktionieren. Jeden Tag.
Verzweiflung. Wo bleibe ich? Traurigkeit. Sinnlosigkeit.
Kreisel der Vernünfte. Anspannung, wo das Auge hinreicht.

Ausgeliefert? Ertragen müssen?
Kann das das Leben sein? Aufopferung. Erwartungen erfüllen. Hilflosigkeit. Fremdbestimmung. Kann nicht aus. Muss funktionieren.
Versagen. Wo bleibt die Freude?
Mein Herz ist leer. Mein Kopf ist voll. So viel Vernunft. Aber kein Sinn mehr.
So viel Erwartungserfüllung. Aber keine Lebenserfüllung.
So viel Traurigkeit. Ich wünsche mich weg. Weit, weit weg…

STOPP. Hinsetzen. Innehalten.
Eine Tasse Tee trinken. Durchatmen.

Lass das Gedankenkarussell nicht zu negativ werden. Hole dich bewusst immer wieder ins hier uns jetzt! Mach dir die Dinge bewusst, die dir Energie geben und nimm dir auch Zeit dafür. Und lass das weg, was dir zu viel Energie raubt. Oder lass mal alles so sein, wie es ist. Manchmal gibt es einfach nichts zu tun. Obwohl es so viel zu tun gäbe. Aber ich entscheide mich jetzt dafür, nur da zu sitzen und die schönen bunten Blumenwiesen vor meinem Fenster zu beobachten. Welch farbenfrohe Pracht im Frühling. Welch wundervoller Tag. Lass die Leute reden. Lass die Anforderungen mal kurz ruhen. Ja, es gibt 10 neue E-Mails. 53 neue Facebook-Posts. 21 neue Whatsapp-Nachrichten. 17 neue Tweets. Und die Kinder brauchen auch schon wieder Aufmerksamkeit. Oder der Mann. Oder die Eltern und Kollegen stehen mit ihren Erwartungen vor der Türe. Es gäbe immer jemanden und immer etwas zu tun.

Aber ich bin gerade hier und hole mein ganzes Selbst zu mir zurück. Ich gönne mir Ruhe und Gedankenlosigkeit. Das Fokussieren gelingt vielleicht besser, indem ich bewusst eine Tasse Tee trinke. Oder Kaffee. Oder ein herrliches Stück Kuchen esse. Mir selbst etwas gönne – aus vollstem Genuss. Oder einfach beobachte. Meditiere. Und bewusst ein- und ausatme. Einfach nur sein. Den Körper spüren. Dort und da vielleicht Schmerzen vom Stress wahrnehmen. Meine innere Ruhe finden und spüren. Denn wir sind keine Maschinen. Wir sind Menschen. Und das Leben ist nicht nur Hetze und Druck. Wenn der Druck zu groß wird, knicken wir ein, wie eine Blüte unter Schneepracht. Dann wird erst recht alles sinnlos. Deshalb sag stopp, gehe achtsam mit dir um und nimm dir Zeit zum Genießen, Zeit für Entspannung, Zeit für dich!

Alles Liebe und einen schönen Wochenstart,
Andrea

„Ich bin doch keine Maschine!
Ich bin ein Mensch aus Fleisch und Blut
Und ich will leben, bis zum letzten Atemzug
Ich bin ein Mensch mit all meinen Fehlern
Meiner Wut und der Euphorie
Bin keine Maschine,
ich leb‘ von Luft und Fantasie.

…Ich will mein Leben selbst gestalten, muss es wenigstens probieren
Ich brauche die Kontrolle zurück, kann nicht mehr nur funktionieren.“

Tim Bendzko
www.timbendzko.de

https://youtu.be/u5Vz7obL460

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